Fragen, Fragen, Fragen,

Ihr lieben,
Ich hab mir etwas überlegt anbei ein paar Fragen die ihr gerne in Form eines Beitrages oder einfach so beantworten dürft wenn ihr mögt. Wenn ihr noch jemanden kennt der gern mitmachen möchte die Fragen können ruhig weitergegeben werden. Ich möchte gern eure Antworten hier veröffentlichen.

Jetzt fragt ihr euch wohin mit dem Ergebnis? Entweder in die Kommentare oder an: handigoknown@gmail.com

Ich würde mich freuen

Fragen Fussis

Du siehst einen Menschen mit Handicap. Was geht dir durch den Kopf?
Du wirst um Hilfe gebeten Was tust du?

Du lernst jemand neues kennen erst später erfährst du das der/die eine Einschränkung hat. Wie reagierst du?

Fragen Handis

Wenn du Hilfe benötigst wie überwindest du dich um danach zu fragen?

Wie reagierst du wenn du aufgrund deiner Einschränkungen unterschätzt wirst?

Wenn du dir von den „Normalos“ was wünschen dürftest, was wäre das?

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18 thoughts on “Fragen, Fragen, Fragen,”

  1. Ich war Lehrerin in einer Förderschule Geistige Entwicklung. Hier habe ich mit so vielen Menschen mit allen möglichen Handicaps gearbeitet, dass mich nichts mehr aus der Fassung bringen könnte. Mit den Schülern und Schülerinnen habe ich immer wieder ihr Anderssein thematisiert und wir haben festgestellt, dass alle Menschen irgendwie anders sind. Für manche Menschen ist das Leben aber beschwerlicher als für andere. Das dürfen wir nicht vergessen. Übrigens habe ich in keiner anderen Schule so viele hilfsbereite Kinder kennengelernt, wie in dieser Schule. Lebenslust und Fröhlichkeit wurden häufig (wie alle anderen Gefühle auch) direkt und spontan ausgelebt. Daran musste ich mich gewöhnen, habe aber schnell gelernt, mich auch im Unterricht auf Überraschungen einzustellen und „mitzuschwingen“. Manchmal vermisse ich die große Lebendigkeit der Schülerschaft. Auch wenn manche Tage ziemlich anstrengend waren. Aber das sind sie ja in allen Schulen…..
    Jetzt lebe ich selbst mit leichten körperlichen Einschränkungen und finde mich eigentlich ziemlich normal. Was immer das auch ist. Liebe Grüße! Regine

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  2. Du siehst einen Menschen mit Handicap. Was geht dir durch den Kopf?
    Wenn ich einen Menschen mit Handicap sehe, empfinde ich eine Mischung aus Mitleid und Bewunderung. Das Leben spielt ihnen hart mit und sie haben vieles schwerer als andere Menschen – auch schwerer als ich. Und meistens sind sie trotzdem glücklich und meistern die Herausforderungen, die an sie gestellt werden. Und dann denke ich daran, wie sehr ich mich oft wegen Kleinigkeiten aufrege oder mich überfordert fühle. Das weckt dann schon fast ein schlechtes Gewissen.

    Du wirst um Hilfe gebeten Was tust du?
    Wenn ich um Hilfe gebeten werde, dann helfe ich. Egal ob Mensch mit Handicap oder ohne gerade Hilfe benötigt.

    Du lernst jemand neues kennen erst später erfährst du das der/die eine Einschränkung hat. Wie reagierst du?
    Das ändert denjenigen als Menschen ja nicht. Vielleicht denke ich darüber nach, wie es mich beeinflussen könnte, z.B. wenn es Richtung Partnerschaft gehen könnte. Wobei das alles nur Theorien sind, denn jeder Mensch ist anders und hat seine Eigenheiten mit denen man umgehen muss oder eben überlegt, ob man den Kontakt dann eher meidet. Ich gehe zum Beispiel nicht gerne ins Kino. Also falle ich für solche Sachen bei meinen Freunden dann raus, für einen absoluten Kinofan bin ich natürlich schwierig. Es ist dann eben die Frage, wie man damit umgeht. Und letztendlich stelle ich es mir mit einem Handicap ähnlich vor. Vieles wäre bestimmt ungewohnt für mich, aber eigentlich ist alles ungewohnte immer auch interessant und lehrreich.

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  3. Mir geht dann durch den Kopf
    Wie dankbar ich doch eigentlich sein müsste. Als ich ein Kind war, war ich in einem Sommerlager. Dort war ein Junge der im Rolli saß. Am Abschluss Tag sind wir im Badeanzug ein lange Treppe irgendwo runter gelaufen, an dessen Ende ein Swimmingpool war. Dieser Junge hätte müsste von zwei Männern samt Rolli runter getragen werden. Für ihn waren die für uns selbstverständlichsten Dinge ein Hürde,oder gar nicht machbar. Aber, er war glücklich. In dem Moment, da er mit uns zusammen war. Also, manches Mal tut es mir unheimlich leid, wenn ich einen gehandicapten Menschen sehe,und manchmal denke ich, das etwas Demut und Bescheidenheit uns manchmal gut täten.

    Ich helfe immer, wenn ich um Hilfe gebeten werde. Egal, welcher Mensch Hilfe erbeten hat.

    Wenn ich einen Menschen mag, dann mag ich ihn weil er so ist wie er ist. Und wenn ich ihn einmal mag, dann sollte die Herausforderung angenommen werden, mit diesen Einschränkungen umzugehen.

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  4. Mir gehen oft Fragen durch den Kopf, die sich um das Handicap drehen. Ich würde mich aber nicht trauen zu fragen, das würde ich grenzüberschreitend finden. Ich bin manchmal unsicher, was den blickkontakt angeht-ich bin interessiert, also schaue ich, will es aber nicht überstrapazieren, versuche es dann manchmal mit Lächeln, will aber auch nicht „mitleidig“ erscheinen. Ach,irgendwie bin ich wohl sehr verkopft🙃
    Wenn ich um Hilfe gebeten werde, freue ich mich, ich mag es, wenn Menschen deutlich sagen, was sie brauchen.
    Würde ich von einem Handicap verspätet erfahren, wäre es wohl wie mit allen anderen Dingen, die man erst später erfährt auch: man lernt sich immer besser kennen, manches mag man, manches nicht, manches ist einem Wurscht, manches tut einem Leid und manches bewundert man.

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    1. Ich danke dir 💜 ich kann nur für mich antworten ich finde es besser wenn gefragt wird. So kommt man ins gespräch. Und was ich nicht beantworten wollen würde würde ich dann schon sagen😉 die sache mit dem blickkontakt mich stört eher wenn man wegschaut. Das kommt manchmal so als ignorieren rüber

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  5. Du siehst einen Menschen mit Handicap. Was geht dir durch den Kopf?
    Es ist vermutlich Zufall, aber es scheint mir, dass immer wenn ich einem Menschen mit Handicap begegne scheint er so glücklich zu sein. Es zeigt mir, dass es vermutlich (fast) nichts gibt, was einem das Lachen nehmen kann, das Gefühl des Glücklich seins. Und es ist so viel wert und womöglich macht man sich über viel zu viele Dinge Gedanken, zerbricht sich selbst damit, anstatt einfach das Leben zu genießen und das Beste aus allen Situationen zu machen. Dabei packe ich mich gerne selbst an der Nase, weil es mir zeigt, dass es mir doch eigentlich schon gut geht und ich in meinem Leben kein nicht lösbares Problem habe. Gleichzeitig habe ich solchen Respekt vor diesen Menschen, wie sie das Leben meistern, obwohl ihnen Dinge „fehlen“, die für mich doch so ganz normal sind.

    Du wirst um Hilfe gebeten Was tust du?
    Helfen! Damit tue ich jemand anderem etwas Gutes und mir selbst tut es nicht weh.

    Du lernst jemand neues kennen erst später erfährst du das der/die eine Einschränkung hat. Wie reagierst du?
    Letztens habe ich ein Mädchen kennengelernt, welches ein Hörgerät trugt, was ich anfangs wirklich einfach nicht überrissen habe. Als ich es dann sah, dachte ich mir im ersten Moment: „Oh“. Doch es hat nichts daran geändert, wie ich mit dem Mädchen umging. Ich habe weiterhin ganz normal mit ihr gesprochen, wie zuvor auch. Ich mag sie ja nicht weniger, nur weil sie ein Handicap hat. Sie ist dennoch noch sie, ein liebenswürdiger Mensch.

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      1. Gute Frage! Hm, wahrscheinlich ist es ja einfach „Übung“, über seinen Schatten zu springen. Und es braucht Gelegenheiten. Ich habe mir vorgenommen, insgesamt öfter „das Visier“ runterzulassen, ich glaube, das tut einem selbst gut und ermuntert auch andere, mal tiefer blicken zu lassen. Aber wenn Dir noch etwas einfällt, gern😃das Angebot gilt übrigens auch andersherum 😉

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